15. Dezember 2018

plattentest

verfasst in platten von oklahoma - od


the wave pictures – look inside you heart
“in einem online-forum habe ich vor zehn jahren einmal zu einer platte geschrieben: “einige lieder finde ich gut, aber man hört, dass alle instrumente von einer person eingespielt wurden. es klingt seltsam steril.” als antwort erhielt ich den hinweis: “heutzutage gehen doch alle bands ins studio und spielen die einzelnen parts nacheinander ein.” ja wirklich? damit wären wir bei der neuen scheibe der wave pictures: “look inside your heart” wurde offensichtlich größtenteils live eingespielt. bei anderen plattentests folgte prompt der hinweis, die band treffe nicht jeden ton. nun ja, auch der ein oder andere plattentest trifft halt nicht immer den richtigen ton. nicht alles wirke abgesprochen. perfekt! so unprätentiös und schnörkellos wie eh und je hat das trio helm, rozycki und tattersall mit einigen freunden ein fantastisches und trotz einiger musikalischer anleihen ganz und gar nostalgiefreies rock ‘n’ roll album eingespielt. fabulous, really swinging – und für mich ganz eindeutig: volle punktzahl! bei all der begeisterung beschlich mich sofort ein verdacht: was, wenn sie ein zeichen für die einsetzende musikalische torschlusspanik ist. denn glaubt man umfragen, hören doch die meisten menschen im alter von etwa dreißig jahren damit auf, neue musik zu entdecken, und halten sich an “ihre” klassiker. sehr schnell habe ich diesen gedanken wieder verworfen. denn wenn eine band in all den jahren nichts von ihrer schaffenskraft einbüßt und schließlich mit einem ganzen dutzend ungehobelter hits zum großen wurf ausholt, dann muss man sein glück schon fassen können. selbst david tattersals flankierende abhandlungen zu den vorzügen von computerfreier musik und rock ‘n’ roll rebellentum wirken keineswegs aufgesetzt. auf diesem blog ist “dafür” schon lange das “neue dagegen”. deshalb mit den allerbesten empfehlungen: die platte mit dem roten vogel vorne drauf.” (gastrezension)

9. Dezember 2018

song des sonntags

verfasst in outtakes von oklahoma - od

nordisch unterkühlter sound trifft unverfälschte lebensfreude. zu hören und sehen im wundervollen video zum song “glöm baby glöm”. die band dahinter: canary islands aus malmö.

25. November 2018

um raus zu sein

verfasst in outtakes von oklahoma - od

einer der talentiertesten liedermacher unseres landes wird im februar des kommenden jahres endlich seine neue solo-platte veröffentlichen. die erste single “um raus zu sein” handelt von den tücken des musikgeschäfts und lässt unschwer erkennen, dass moritz krämer seiner unverwechselbaren melodieführung treu bleibt und nach wie vor raffinierte texte schreibt.

9. November 2018

a goddamn shit show

verfasst in outtakes von oklahoma - od

“no one changes”

der allseits geschätzte conor oberst veröffentlichte am mittwoch vormittag eine neue doppel-single. das lässt natürlich aufhorchen. nicht zu unrecht. denn die melancholische piano-nummer “no one changes” ist teuflisch gut gelungen.

26. Oktober 2018

sarah beth tomberlin

verfasst in outtakes von oklahoma - od

“any other way”

die kalte jahreszeit naht. zeit für hauchzarten kammer-folk. ganz besonders anrührend gelingt dieser momentan adrianne lenker auf “abysskiss” und sarah beth tomberlin auf “at weddings”. beide damen stehen bei saddle creek records unter vertrag und können uneingeschränkt empfohlen werden. aus der feder letzterer stammt “any other way”.