13. September 2007

ganz bewusst habe ich vor kurzem auf einen beitrag über die kilians verzichtet. nach der okayen ep „fight the start“ lieber erstmal das debüt-album abwarten, dachte ich mir. seit ein paar tagen ist dieses nun erhältlich und allein aus lokalpatriotistischen gründen muss ich schon ein paar worte über die fünf jungspunde aus dinslaken verlieren. tatsächlich ist der vergleich mit den strokes nicht von der hand zu weisen. der mit mando diao teilweise allerdings auch nicht. egal. im klassischen garagen-rock mit nörgelnder stimme genre sind die kilians, die sich im april erstaunlicherweise sogar von ihrem artikel im bandnamen getrennt haben, das beste, was der deutschen musikszene passieren konnte. mit dem grand hotel van cleef inkl. thees haben sie zudem noch das passende label erwischt, um längerfristig erfolgreich im geschäft zu bleiben. chapeau!
12. September 2007
es wird spürbar kühler in deutschland. kaum aus dem haus möchte man sich noch trauen. dass es sich dann aber doch lohnt, den weg durch die ungemütliche tristesse der düsteren straßen zum verschwitzten indie-club auf sich zu nehmen, durfte ich am montag abend dank fünf kanadier erfahren. dieser rezension über die ungestümen malajube möchte ich mich an dieser stelle uneingeschränkt anschließen und verweise nochmals auf das schicke „montreal -40° c“. auch wenn bei uns mit allzu niedrigen temperaturen wohl vorerst nicht zu rechnen ist.
10. September 2007

nach kurzer recherche-arbeit stieß ich recht schnell auf ihren ersten großen hit. „hey now now“ vom selbstbetitelten debüt wusste auch sogleich zu gefallen. der neuste song von der, diesen monat erscheinenden, ep „please don’t almost kill me“ wirkt zunächst noch einmal wesentlich komplexer, löst nach mehrmaligem hören allerdings auch entzückung aus. ausgestattet mit einer stimme wie der eines adam olenius von den shout out louds und dem taktgefühl von arcade fire darf man gespannt sein, was uns the cloud room nach dem abenteuerlichen „24 hr in heartbreak“ in naher zukunft noch präsentieren werden. auf dem zettel sollte man sie in jedem fall haben!
9. September 2007
obwohl jens lekmans neuster geniestreich „night falls over kortedala“ außerhalb skandinaviens bedauerlicherweise erst am 9. oktober erscheint, wird dieser bereits mancherorts als ganz großer wurf abgefeiert. wie der heutige, dem neuen werk entnommene, song des sonntags „the opposite of hallelujah“ überzeugend belegt, wohl nicht zu unrecht!
8. September 2007

eine mir bis dato unbekannte band namens gravenhurst veröffentlicht diesertage klammheimlich ihr neustes werk. auch die drei bisherigen alben sind spurlos an mir vorbei gegangen. vielleicht sollte man den release von „the western lands“ ebenfalls nicht an die große glocke hängen. denn kommt die musik von nick talbot ohne gewaltiges aufsehen fabelhaft zurecht. eine beschreibung seines sounds wäre an dieser stelle allerdings zwecklos, da er sich mit worten, geschweige denn waghalsigen vergleichen, kaum darstellen lässt. vielmehr sollte sich lieber jeder selbst ein bild von diesen außergewöhnlichen klangwelten machen, in deren mitreißenden sog man das gefühl hat, auf einem weichen teppich sanft über den erdboden zu schweben. wo es zur meinungsbildung geht? hier, da oder dort lang!