

thee richmen + superpunk, amp
„das double-feature thee richmen & superpunk aus hamburg versprach eine rauschende ballnacht im wohl alternativsten szeneschuppen münsters, dem amp. leider entschieden sich die meisten münsteraner bis mitternacht für eine alternative abendgestaltung und stürmten den laden erst passend zum tanzprogramm aus der dose. „grob fahrlässig!“, wollte man ihnen zurufen. und so spielten die bands vor überschaubarem publikum, was den darbietungen allerdings rein gar keinen abbruch tat. ein schmissiges „memphis train“ der richmen und ein hingerotztes „man kann einen ehrlichen mann nicht auf seine knie zwingen“ von den punks waren die highlights des abends. wahrlich heißer scheiß! der im münsteraner amp obligatorische appell, den „snob“ zu spielen, versagten superpunk auch knapp zwei jahre nach ihrer letzten show an selbem ort. dem finalen song „ich will heute nicht kämpfen“ schloss sich schließlich unmittelbar der einfall der indie-clash freunde an. ein moment, der zauber und tragik vereinte.“ (gastbeitrag)
konzerte


young rebel set, sputnikhalle
„von dem hype, der im augenblick um die newcomer aus england herrscht, merkte man – trotz gut gefüllter „sputte“ – an diesem abend recht wenig. im grunde spielten die sieben musiker einen tadellosen gig mit all ihnen zur verfügung stehenden songs (deren anzahl sich bekanntermaßen noch in einem überschaubaren rahmen hält). der vielbeschworene funke vermochte jedoch nicht so ganz über zu springen. ob es an der mittelmäßigen abstimmung ihres sounds lag oder dem alkoholreichen vorabend geschuldet war, kann letztlich dahinstehen. denn dank solch großartiger hits wie „walk on“, „if i was“, „rosie“ und „already forgotten your name“ muss man young rebel set in jedem fall im auge behalten.“


gisbert zu knyphausen, hauptbahnhof (gleis 9/12)
„es ist ja nicht so, als reiste ich gisbert zu knyphausen auf seiner tour durch deutschland hinterher. aber bei einem wochenend-aufenthalt im schönen münster war es wieder mal soweit. auf bahnsteig 9/12 bot er zwischen 22 uhr und mitternacht einen großteil seiner stücke in begleitung von seinem gitarristen gunnar ennen dar. als bühne diente den beiden ein sehr kleines glashäuschen der bahnhofsmission inmitten einfahrender züge und mehreren hundert zuhörern. nach einem auftritt mit band im schlachthof wiesbaden eine tolle gelegenheit, die neuen lieder nun auch im akustischen arrangement zu hören. schön auch, dass gisbert sich seine anhänger weiterhin so beständig auf konzerten erspielen und nicht auf erstkontakt in form von verbreiteten mp3-dateien setzen möchte. selbst über die schäbigen boxen, die für die zeit des auftritts das wartehäuschen zierten, drangen die melodien wunderschön an unsere ohren.“ (gastbeitrag)


bonaparte, open air werden 2010
„bonaparte stehen mit ihrem zweiten album „my horse likes you“ in den startlöchern und ließen das publikum bereits an den neuen songs teilhaben. besonderes augemerk legten sie hierbei auf eine sehr extravagante bühnenshow. verrücktere kostüme und tanzdarbietungen dürfte das open air werden in den letzten jahren wohl kaum gesehen haben.“


friska viljor, open air werden 2010
„die schweden ließen keinen hit vermissen. die besucher wollten songs wie „if i die now“, „old man“ und „four points“. friska viljor gaben sie ihnen. mit gehörigem enthusiasmus und der regelmäßigen aufforderung an das publikum, ihre songs tanzend abzufeiern, sorgten friska viljor für den wohl ausgelassensten bühnenauftritt an diesem tag.“

