konzerte


miss li, haldern pop 2011
„für den größten unterhaltungswert am freitag abend sorgte sicherlich miss li und ihre äußerst spielfreudige kapelle. mit starken posen wurden die gitarren geschwungen, das basssaxophon malträtiert sowie eifrig auf dem klavier geklimpert. garniert mit dem kindlichen gesang von linda carlsson ergab das ein launehebendes gemenge aus pop, soul und jazz zum wohlfühlen.“


gisbert zu knyphausen, haldern pop 2011
„gisbert. immer wieder gisbert. der beliebte liedermacher wird einfach nicht müde zu touren. auch wenn er sein programm im jahr 2011 etwas zurückgefahren hat, durfte ich ihn einmal mehr am frühen abend auf dem haldern pop festival erleben. seine band war natürlich auch zugegen und begleitete ihn gewohnt entspannt bis mitreißend. dass am ende ein doch eher mittelmäßiger auftritt dabei herauskam, mag vermutlich lediglich an der masse der bereits gesehenen gisbert-konzerte liegen.“


the antlers, haldern pop 2011
„nach den avett brothers (deren auftritt ich leider nur per videoleinwand verfolgen konnte) waren the antlers mein erster haldern pop act in diesem jahr. angesichts ihrer beiden eher komplexen als eingängigen alben war bereits im vorfeld zweifelhaft, ob die amerikaner auf der großen hauptbühne auf dem reitplatz nicht verloren gehen würden. das gegenteil war der fall. denn besonders dem zarten gesang von peter silberman tat die performance im freien keinen abbruch. das bestätigte nicht zuletzt der alles überragende song „no widows“, der noch bis heute im ohr nachhallt.“


the rural alberta advantage, gleis 22
„das konzert der drei kanadier von the raa darf mit fug und recht als eins der besten konzerte im gleis 22 der letzten jahre bezeichnet werden. einzig will sheff und seinen musikern gelang vor sehr langer zeit eine ähnlich einnehmende live-show. der energiegeladene folk-rock von paul banwatt, amy cole und nils edenloff brachte besonders die ersten reihen der gleis-besucher schnell zum schwitzen. aufgrund der masse an hits, die the raa abfeuerten, blieb als einzige verschnaufpause das von paul banwatt solo vorgetragene „eye of the tiger“-cover, das das original um einiges übertrumpfte. nach einer guten stunde waren dann beinahe alle songs der beiden alben „hometowns“ und „departing“ unters lechzende volk gebracht. mit der konsequenz, dass die zweite zugabe mit nur einem stück entsprechend kurz ausfiel. mehr bedurfte es jedoch auch nicht, um dem publikum einen erfüllten samstagabend zu bescheren.“


the tallest man on earth, essigfabrik
„geschmeidig wie eine elfe betrat kristian matsson die bühne der essigfabrik. umgehend machte er von der üppigen auswahl der bereitstehenden gitarren gebrauch, um sein publikum beinahe ausnahmslos mit diesen und seiner eindrucksvollen stimme gefangen zu nehmen. für den wunderbaren song „the dreamer“ von der ep „sometimes the blues is just a passing bird“ holte er sich jedoch unterstützung in form von schlagzeug und bassgitarre, was den song noch einmal aufwertete. dies konnte man vom letzten stück des abends „kids on the run“, das allein mit banjo vorgetragen wurde, zwar nicht behaupten. denn ging der eindringliche effekt des songs dadurch doch schnell verloren. gleichwohl verließen die meisten zuhörer das konzert wohl beeindruckt davon, wie man mit so wenig, so schöne musik machen kann.“