platten


phoenix – wolfgang amadeus phoenix
„eine diskografie ohne aussetzer. wie machen die franzosen das bloß? allein an den instrumental-stücken dürfen sie noch feilen. wie schon „north“ auf „it’s never been like that“, sorgt dieses mal „love like a sunset“ für sieben unschöne minuten einer ansonsten makellosen sommer-scheibe.“


conor oberst – outer south
„ob sich conor oberst mit seinem harmonischen country-folk gegenwärtig neue zuhörer erschließen möchte? manche mag er damit zugleich vergraulen. der inzwischen unverkennbar zutage tretende einfluss der mystic valley band entschädigt ungeachtet dessen ausnahmslos.“


bob dylan – together through life
„bereits im letzten jahr spielte bob dylan mit seiner tour-band, david hidalgo am akkordeon und mike campbell von tom petty’s heartbreakers sein augenblicklich 33. studio-album „together through life“ ein. fast alle songtexte stammen aus einer für dylan eher untypischen kollaboration mit robert c. hunter, der sich in vergangenen zeiten als texter für die berüchtigten grateful dead verdingte. musikalisch kramen bob dylan und konsorten mal wieder in der amerikanischen musikgeschichte herum und verleihen der platte schließlich leichten blues-einschlag. so kommt u.a. auch der legendäre songschreiber willie dixon zu credits für „my wife’s home town“, lehnt es sich doch stark an sein „i just wanna make love to you“ an. ist „together through life“ nun „die beste dylan-platte der letzten dreißig jahre“, einfach klischee oder gar ein schwacher nachfolger für „modern times“? eigentlich ganz egal. lassen wir lieber floskeln wie „das mit spannung erwartete neue studio-album“, „brilliantes alterswerk“ oder kritik an „erschreckend schwachen blues-übungen“, wie der deutsche rolling stone „jolene“ und „shake shake mama“ kommentiert, beiseite und konstatieren: freuen sich einfach alle, die sich von der platte, einem einzelnen lied oder einer nur kurzen stelle begeistern lassen können. mögen sie die fenster öffnen, lauter drehen und andere anstecken. 2009: dylan nimmt auf, dylan tourt – „it’s all good“. (gastrezension)


sophia – there are no goodbyes
„robin proper-sheppard versteht es, tiefwurzelnde traurigkeit in seiner musik zu verarbeiten. diese obsession erscheint auf dem neusten werk zunächst weniger erdrückend als zuvor. schwermut entflieht gleichwohl jedem einzigen ton.“


moneybrother – real control
„die unkonventionelle soul und reggae kombination seines debüts „blood panic“ integriert anders wendin auch auf seinem vierten album sehr unterhaltsam. spätestens „young faithful love“ lässt jedoch an die schmerzlichen „to die alone“-zeiten erinnern und überschattet jeden einzelnen der neuen zehn songs. allein „here comes the vain again“ mit einem für den sommer geschriebenen refrain konkurriert.“