
tim kasher – the game of monogamy
„wem cursive zu hektisch und the good life zu gemächlich sind, sollte vielleicht zur ersten solo-platte des sängers dieser beiden bands greifen. denn der gesang von tim kasher ist über jeden zweifel erhaben. er kommt bei den drei besten songs „i’m afraid i’m gonna die here“, „strays“ und „cold love“ so tadellos zu geltung, dass man beinahe geneigt ist, über die leider vorhandenen schwächen des albums hinwegzusehen.“

platten

the late call – you already have a home
„um es vorweg zu nehmen: das neue album von johannes mayer kann seinem vorgänger nicht das wasser reichen. denn die intimität, die ein song wie „friend“ auszustrahlen vermochte, verliert auf „already have a home“ ein wenig an intensität. mit der großartigen single „fribourg“ war zudem der eingängigste song der platte bereits vor deren release gefunden. neben diesem unangefochtenen highlight verzückt besonders „don’t leave me here“. ähnlicher klang johannes mayer seinem britischen pendant chris martin wohl nie. lang zurückliegende „parachutes“-zeiten lassen grüßen. auch das doppelstimmige „nevermore“ begeistert durch und durch, so dass sich bedenkenlos konstatieren lässt: herbst-musik, wie sie sein sollte.“


diego – gold
„ein knappes jahr nachdem die editors ihr drittes album ziemlich versiebt haben, bietet die band diego aus karlsruhe endgültig adäquaten ersatz. was ihre letzte platte „two“ mit hits wie „dance“ bereits erahnen ließ, hat sich nun in „gold“ unumstößlich manifestiert: überwältigende songs, getragen voller schwermut und baritonstimme, können tatsächlich auch hierzulande entstehen! ihre besten sind „grizzly bear“, „lucy“ und „king of castle“. schlichtweg sagenhaft.“


fotos – porzellan
„der unbekümmerte stil der beiden fotos-alben stieß in den letzten jahren allerorts auf große zuneigung. erinnert sei nur an mitreißende songs wie „komm zurück“, „giganten“ oder „explodieren“. songs dieser spielart wird man auf „porzellan“ vergeblich suchen. denn die fotos haben sich wahrhaftig neu erfunden. die neuen songs mit einprägsamen namen wie „nacht“, „ritt“ oder „wellen“ sind deutlich ernster, epischer und von dichten gittarenwänden durchzogen. vergleichbares ist in deutschland bislang nicht anzutreffen. genau das macht die fotos so einzigartig. ihr deutscher shoegaze ist der zeit (wieder mal) weit voraus.“


bedroom eyes – the long wait champion
„jonas jonsson gehört mit den zehn songs seines debüt-albums selbstverständlich immer noch zu den „top five der schwedischen solokünstler“. so viel mühe er sich jedoch in den letzten drei jahren im studio auch gegeben haben mag: die sieben songs, die bereits 2006 auf zwei eps veröffentlicht und eigens für das album neu aufgenommen wurden, haben ein wenig an charme verloren. sie sind zu dicht produziert, zu breit instrumentiert. weniger ist manchmal eben doch mehr. der damals noch spärliche sound von „the skywriter“ fungiert hierfür als perfektes beispiel. die drei vollkommen neuen songs sorgen hingegen für erfreulich frischen wind.“
