13. November 2007

im kühlen skandinavien sind kent seit jahren superstars. hierzulande können sie dies wohl nicht von sich behaupten. doch wird ihnen das egal sein. sie haben schließlich sieben jahre lang keine musik mehr in deutschland veröffentlicht. nur die informierten hörer werden die in der zwischenzeit erschienenen beiden alben aus der heimat wahrgenommen haben. „tillbaka till samtiden“ ist hingegen am 26. oktober sowohl in deutschland als auch in schweden erschienen. keine jahreszeit würde sich für einen solchen release besser eignen als der herbst. die erste single „ingeting“ ist zwar gar nicht mein fall, doch kann sich der rest des albums durchaus sehen lassen. alles scheint langsamer und schwermütiger geworden zu sein. umso mehr versinkt man in ihrem sound. „tillbaka till samtiden“ auflegen. aus dem fenster schauen. dem regen zusehen, wie er sich seinen weg durch die immer früher einkehrende dunkelheit bahnt und versuchen den zähen november irgendwie zu überstehen. mein tipp für die nächsten drei wochen.
12. November 2007

das dramatische „sam’s town“ gefiel mir sogar noch besser als ihr debüt „hot fuss“. mit „when you were young“ gelang ihnen eine hymne, die noch für sehr lange zeit in den köpfen der hörer verbleiben wird. ein gutes jahr ist dies alles nun her. wie im rausch wurden die killers damals abgefeiert. seitdem ist es still um die jungs aus las vegas geworden. ihr neues album „sawdust“, das ausschließlich aus b-seiten und anderen raritäten besteht, fand auch auf diesem blog bislang keinerlei erwähnung. woran das liegen mag? vielleicht haben die emsigen herren ihr pulver verschossen. mit „sam’s town“ alles rausgeholt, was rauszuholen war. vielleicht mag es auch daran liegen, dass es der bart von brandon flowers (nr. 18) in der nme cool list 2007 vor den eigentlichen besitzer (nr. 44) geschafft hat. ich weiß es nicht. jedenfalls bereicherten die killers das letzte jahr um einige schöne momente. alles was danach kommen wird, scheint ein wenig in gleichgültigkeit zu versinken. „sawdust“ muss man sicher auch nicht gehört haben. zumal viele der 18 songs eh schon bekannt sein sollten. immerhin ist lou reed mit drauf. zum album-player hier entlang!
11. November 2007
meine vorliebe für animierte videos wird dank des heutigen song des sonntags abermals ans tageslicht treten. umso mehr erfreut es mich, wenn eine band ebenjenes auch noch eigenhändig animiert. welche band sowas beherrscht? my little problem. sie macht psychedelische sounds im indie format. nicht alles klingt so ungehobelt wie „elephants“, doch ein ohr darf man ohne zweifel risikieren. seht nur in diese traurigen augen der müden elefanten!
10. November 2007

bevor ich es vergesse. altmeister nick cave und seine bad seeds veröffentlichen im schaltjahr 2008 ein neues album. „dig, lazarus, dig!!!“ wird es heißen und am seltenen 29. februar erscheinen. nach den unzähligen nebenprojekten wie der band grinderman oder dem film the proposition darf also wieder erstklassige arbeit erwartet werden. ob jedoch am thron des meisterwerks „no more shall we part“ gerüttelt werden kann, bleibt abzuwarten.
8. November 2007
nur sehr widerwillig beteilige ich mich an dieser art von berichterstattung über pete doherty. jedoch ist sie dieses mal von besonderem eigeninteresse. deswegen:
pete wurde erneut rückfällig. nicht unbedingt verwunderlich. doch verursacht dieser umstand erhöhtes bangen um die für den januar 2008 angesetzte tour durch deutschland. tickets wurden bereits geordert. der frontmann der babyshambles entschuldigte sich immerhin „ganz offiziell“ und möchte freiwillig den weg zurück in die rehaklinik antreten. aus diesem grund sei auch die tour in keinster weise gefährdet. hoffen wir, dass es so bleibt. wenigstens erheitert die band mit einem herbstlichen video die sorgenvolle fangemeinde.