

clickclickdecker, gleis 22
„im rahmen des reeperbahnfestivals 2009 präsentierte kevin hamann aka clickclickdecker zusammen mit seinem mitstreiter oliver stangl die songs seiner drei alben in ganz besonderen versionen, nahm sie auf und presste sie allesamt auf eine herrliche live-platte namens „du ich wir beide zu den fliegenden bauten“. um auch den rest der republik in den genuss dieser reduzierten varianten seiner songs kommen zu lassen, befinden sich die beiden musiker seit ende märz auf ausgiebiger tour. einen tag nach dem offiziellen erscheinen des live-albums machten sie auch im münsteraner gleis 22 halt. umgehend zeigte sich, warum es der abend vor zwei jahren auf dem reeperbahnfestival verdient hat, auf einem tonträger festgehalten zu werden: piano, drumcomputer, xylophon und sehr viel leidenschaft wurden eingesetzt, um die ohnehin schon schönen songs noch intimer zu stricken und elektronisch zu verfeinern.“
konzerte


gisbert zu knyphausen, konzerthaus
„mein inzwischen siebter (!) konzertbesuch des hamburgers gisbert zu knyphausen stellte sich – wie erhofft – als einer der ganz besonderen heraus. denn die bereits so unzählige male gehörten songs seiner beiden alben präsentierte der aufstrebende singer-songwriter an diesem abend in einem ausgefeilten arrangement, das der außergewöhnlichen akustik im dortmunder konzerthaus wie auf den leib geschneidert war. dazu verhalf ihm wieder einmal seine fantastische vierköpfige band, die den sorgfältig abgestimmten sound erst zur vollen geltung brachte. daran konnte letztlich auch die irritierende hintergrund-visualisierung nichts ändern.“


band of horses, live music hall
„keine frage: den höhepunkt dieses abends brachte zweifelsohne die über-hymne „the funeral“, mit der sänger ben bridwell auch den letzten zuhörer von der einzigartigkeit seiner stimme überzeugte. die bis dahin gespielten songs, unter die sich beispielsweise „no one’s gonna love you“, „is there a ghost“ oder „ode to lrc“ gesellten, waren jedoch nicht weniger reizvoll. schließlich gelang es sogar dem ein oder anderen auf platte eher durchschnittlichen stück, positiv zu überraschen. die unterschiedlichen charaktere der band sorgten zudem für eine durchaus abwechslungsreiche show. genannt seien an dieser stelle insbesondere tyler ramsey und ryan monroe, die auf ihre ganz eigene und so verschiedene art die herzen des publikums gewinnen konnten.“


element of crime, jovel music hall
„nach angaben sven regeners haben element of crime im laufe ihres 25-jährigen tour-lebens schon in so einigen jovels dieses landes gespielt. auch an diesem abend sollte ein ausverkauftes jovel ihre spielstätte sein. auf dem plan standen überwiegend songs ihrer aktuellen platte „immer da wo du bist bin ich nie“, die nach wie vor zu ihren besten zählt. aber auch ältere lieder wie „immer unter strom“, „wenn der morgen graut“ oder „seit der himmel“ kamen zu ihrem wohlverdienten einsatz. neben dem obligatorischen trompetenspiel regeners begeisterte vor allem bassist david young, der zur feier des tages einen selten schönen schlips trug und offenbar durch nichts auf dieser welt aus der ruhe zu bringen ist. für einen entspannten abend voller romantik sind die alten herren aus berlin eben immer noch gut.“


pelle carlberg, amp
„das erste konzert im neuen jahr spielte der ehemalige edson-kopf pelle carlberg für mich. dank ticketverlosung des münsteraner campussenders „radio q“ sogar völlig kostenlos! gleich zu beginn brachte der freundliche schwede seine wohl bekanntesten songs „1983“ und „i love you, you imbecile“ unters volk und streute zwischendurch immer wieder nette geschichten aus seiner heimatstadt uppsala ein. weiteres highlight stellte sicherlich das schmissige „nicknames“ dar, bei dem die band kurz vor dem finalen „pamplona“ bereits zur hochform auflief. nicht zu vergessen ist jedoch die von pelle carlberg solo dargebotene cover-version des darkness klassikers „i believe in a thing called love“, der mir seit sehr vielen jahren nicht mehr untergekommen ist.“



