7. Februar 2016

it’s a bomber

verfasst in lost takes von oklahoma - od

„als ich diesen text über den verstorbenen lemmy kilmister vor mich hin tippte, galt es, das haus wegen der entschärfung einer fliegerbombe in der nachbarschaft zu verlassen. „ach was“, dachte ich. doch der reihe nach: kilmister, kopf der band motörhead, war im rock-zirkus bekannt als saufender gentleman und knurriger charakterkopf. außerdem – und sehr viel interessanter – komponierte er reichlich erstklassige lieder, die sich irgendwo zwischen heavy-rock, metal, punk und blues bewegten, doch stets unter dem label „rock ’n‘ roll“ an die leute gebracht wurden. unter den vielen alben ist – achtung mainstream-meinung! – sicherlich das berüchtigte „ace of spades“ von 1980 hervorzuheben. und zwar, weil es einfach eine prise pfiffiger als die anderen klingt und in der populären musikgeschichte eines der seltenen werke ist, auf dem wirklich jeder song so stark ist wie der vorherige und der nächste. der sound wurde dann in den 90er jahren mit neuer besetzung zuhörends härter. was sich nicht änderte war allerdings die relevanz, die motörhead für ihre musik beanspruchten. in nostalgische „remember the good old times“-formate für ergraute oberstudienräte ließ sich kilmister auch nach 40-jähriger (!) bandgeschichte bis zuletzt nicht pressen. noch zwei wochen vor seinem tod hieß es in einem konzertbericht: „die band mag alt sein, man merkt es ihr aber nicht an.“ es wurden zwar schon etliche motörhead-parolen in den nachrufen bemüht, wie wäre es aber aus aktuellem anlass abschließend noch mit dieser: „you know we do it right, a mission every night – it’s a bomber, it’s a bomber, it’s a bomber!“

31. Januar 2016

song des sonntags

verfasst in outtakes von oklahoma - od

„anchor“

die passende musik für diesen verregneten sonntag? ein mann namens ali lacey liefert sie und erinnert dabei stark an bon iver. lacey ist ein britischer multi-instrumentalist, produzent und sound-designer. seine musik ist unter dem projektnamen novo amor zu finden, „anchor“ heißt der song.

1. Januar 2016

auf ein neues

verfasst in outtakes von oklahoma - od

„vacant grace“

die sause ist vorbei, das alte jahr verscheucht. warten wir ab, was uns 2016 bringen wird, und lauschen derweil der außergewöhnlichen stimme von george cosby.

31. Dezember 2015

die platte des jahres 2015

verfasst in outtakes von oklahoma - od

die platte des jahres 2015 kommt aus manchester – der stadt, aus der bereits zahlreiche große bands wie beispielsweise the smiths, the stone roses oder auch joy division stammen. nunmehr hat die im nordwesten von england gelegene stadt eine weitere band hervorgebracht, der eine große karriere zuzutrauen ist und deren debüt-album „white water“ ich in den vergangenen zwölf monaten unzählbar oft gehört habe. unter dem eindruck der drei live-shows, die ich von der band zudem in diesem jahr gesehen habe, gelang es den atmosphärischen pop-songs von the slow show, mein musikjahr 2015 ganz besonders zu prägen. inzwischen hat die britische band mit „hopeless town“ und „breaks today“ zwei neue songs veröffentlicht, die die frage aufwerfen, ob sich die mit doch recht viel pathos angereicherte musik in zukunft vielleicht etwas abnutzen könnte. für den moment bleibt die emotionale tiefe von „white water“ jedoch unerreicht. ansonsten habe ich in diesem jahr noch folgende platten ins herz geschlossen:

the bronze medal„darlings“
curtis harding„soul power“
benjamin clementine„at least or now“
boy„we were here“

27. Dezember 2015

neues von get well soon

verfasst in outtakes von oklahoma - od

„marienbad“

über die feiertage hat konstantin gropper – nach dem bereits veröffentlichten titelsong seines für januar 2016 geplanten neuen albums – eine zweite kostprobe von „love“ online gestellt. wie nicht anders zu erwarten war: der mannheimer pop-akademiker und multi-instrumentalist hinter der band get well soon versteht sein handwerk nach wie vor.